Vinyl Schallplatten

UNSER ANGEBOT

Wir haben ständig eine große Auswahl an Vinyl-Schallplatten im Angebot: etwa 1500 bis 1800 LPs und Maxis, sowie rund 300 - 350 Singles im 7"-Format aus nahezu allen Musik-Bereichen. Ob Ihnen noch eine Rarität aus den Genres Rock, Pop, Blues oder Jazz in Ihrer Sammlung oder "neues Futter" für Ihre Musicbox fehlt - bei uns könnten Sie fündig werden. Aber auch die Freunde des deutschen Schlagers, der volkstümlichen Unterhaltung oder der Klassik kommen bei uns nicht zu kurz und womöglich haben wir gerade ein lange gesuchtes Stück im Angebot ...

Allerdings müssen auch wir uns ständig neu-orientieren, um den Wünschen unserer Kunden gerecht zu werden. Das heisst, dass im Laufe der Zeit könnte die ein oder andere Rubrik stark verkleinert oder ganz aus dem Programm gestrichen werden. Momentan stehen "Schlager" und "Volkstümliches" (ca. 400 Titel vorrätig, darunter auch einige Top-Raritäten) auf der Kippe, weil es (noch) zu wenige Interessenten gibt und die Platten sehr lange stehen / nicht verkauft werden. Der gewonnene Platz wäre ideal, um z. B. die Rubriken "Classic Rock", "Hard & Heavy" und "Blues" auszubauen ... 

 

Zwar pflegen wir unser Vinyl-Sortiment liebevoll und versuchen, für verkaufte Platten gleichwertigen Ersatz oder Nachschub zu kriegen. Trotzdem können wir nicht jede Platte vorrätig haben - die Liste der Single-, Maxi- oder LP-Veröffentlichungen in der Musik-Geschichte ist nahezu unendlich. Selbst die größte Lagerhalle wäre wohl immer noch zu klein, um wenigstens einen Teil davon unterzubringen - dennoch ist es aber nicht aussichtlos, genau die Scheibe, die Ihnen so sehr am Herzen liegt,  zu finden. Dank Internet haben wir heute die Möglichkeit Informationen zu nahezu jeder Schallplatte zu erhalten. Wir helfen gerne bei der Suche und höchstwahrscheinlich können wir in Erfahrung bringen, wo die gesuchte Schallplatte zu kriegen ist und was sie kostet. Aber bedenken Sie - leider sind bestimmte Raritäten nicht immer ganz billig ...

Auch im Bereich Service und Zubehör für Schallplatten haben wir einiges zu bieten - ob Sie einfach nur Ersatz für eine fehlende oder zerrissene Innenhülle brauchen oder eine Platte verschmutzt ist und dringend fachgerecht gereinigt werden müsste - das alles können wir Ihnen verkaufen oder für Sie tun. Auch für außergewöhnliche Probleme haben wir immer ein offenes Ohr. Fragen Sie einfach nach - denn möglicherweise haben wir auch eine Lösung, die Sie noch nicht kennen. Beratung ist bei uns immer kostenlos, aber auch immer selbstverständlich ...

 

Hinweis: wir führen zwar keine Schellack-Platten, haben aber Kontakte zu Händlern, die darauf spezialisiert sind.

 

Stichwort "Reinigen" oder "Schallplatten waschen": was für den Laien möglicherweise absurd klingt, ist in Sammlerkreisen wichtig und seit vielen Jahren ein heiß diskutiertes Thema ! Darf man Vinyl-Schallplatten überhaupt waschen - und wenn ja: wie ? Doch nicht etwa in einer Waschmaschine !? Doch, aber nicht in der Waschmaschine, die wir bereits zuhause für unsere Hemden, Socken oder Bettwäsche haben - aber gemach, dazu später mehr.

Die einzelnen Wasch-Methoden sind vielfältig, weil der Einfallsreichtum der "Waschwilligen" enorm ist und von einfachen Herangehensweisen wie die "Handwäsche in der Küchenspüle" bis zu Hi-Tech-Lösungen mit der vollautomatischen Waschmaschine inklusive Flüssigkeitsabsaugung allerhand dabei ist. Einigkeit herrscht eigentlich nur darin, dass der Reinigungs-Vorgang mit einem Höchstmaß an Vorsicht passieren muss und nur der Nass-Reinigung die Bezeichnung "Waschen" zusteht - das gute alte Fussel- oder Anti-Static-Tuch oder die Karbonbürste zählen nicht dazu.

Das Waschen in der Spüle funktioniert durchaus, setzt aber vorsichtiges Arbeiten voraus und wirft eine Reihe von Problemen auf bzw. man sollte etwas Grundwissen haben : wie warm sollte das Waschwasser sein ? Welches Mittelchen funktioniert am Besten als Wasch- bzw. Reinigungszusatz und wo platziere ich die Platten während der Trockenphase ? Könnte das Waschen womöglich sogar schädlich für meine wertvollen Schallplatten sein ?

Kurz und knapp: schädlich ist es - richtig gemacht - nicht, und mit hand- oder lauwarmem Wasser, dem ein wenig (etwas weniger als beim Geschirrspülen) Spülmittel beigemischt wurde, erzielt man schon ganz ordentliche Ergebnisse. Allerdings stößt man schnell an Grenzen, wenn es sich um stark verschmutzte oder verstaubte Schallplatten handelt, besonders dann, wenn diese " nass abgespielt" wurden. Nass-Abspielen hat sicher seine Berechtigung (auch wenn es viele völlig ablehnen), aber den gravierenden Nachteil, dass die Vinyl-Scheibe wieder vollkommen trocken sein muss, bevor man sie in die Hülle* zurückschiebt. Beim Trocknen verkleben dann aber auch wieder Schmutz und Staub - die Platte ist also nicht sauber und man wird sie in Zukunft (ungereinigt) weiterhin nur nass-abspielen können. Nach richtiger Reinigung schon ...

*damit ist die Innenhülle gemeint, die nach der Reinigung gegen eine neue, saubere und gefütterte Schutzhülle ausgetauscht werden sollte - aber bitte die Original-Hülle dann nicht in den Mülleimer werfen, besonders wenn sie mit Fotos und/oder Texten oder anderen Informationen, die wichtig sind, bedruckt ist. Möglicherweise mindert eine fehlende Innenhülle den Wert der Schallplatte enorm ... 

Wie man Flecken, Staub und anderen Dreck beim Waschen in der Spüle (besonders aus der Rille) kriegt, ist eine weitere Herausforderung - mit einer ordentlichen Drahtbürste ginge das sicher recht schnell und gründlich, welche üblen Schäden dadurch aber entstehen würden, kann man sich leicht vorstellen. Das vergessen wir schnell wieder ! Mit einer weichen, langborstigen Bürste geht es sicher viel besser und schonender, vielleicht auch mit einem Schwamm. Es ist sicher hilfreich, wenn der Schmutz durch etwas Einwirkzeit im Bad vorgelöst wird - dann könnte sicher auch ein weiches Microfasertuch gute Dienste leisten - ausprobieren, denn Versuch macht kluch !

Nachdem unsere Schallplatte sauber und wohlriechend aus der Badewanne kommt, muss sie getrocknet werden - und zwar richtig und vollständig. Würde man sie nass oder auch nur feucht in ihre Schutzhülle stecken, besteht die Gefahr, dass sich Schimmel bildet, der (von gesundheitlichen Risiken mal abgesehen) fast immer das endgültige Aus für unser Schätzchen bedeutet. Schimmelspuren kriegt man so gut wie nie vollständig weg. Wir brauchen also einen geeigneten Platz für unsere Schallplatte, wo sie vollständig und sicher trocknen kann.

Was als Trockenständer dienen könnte, bleibt jedoch ein Problem und fordert erneut den Einfallsreichtum des Schallplattenfreundes. Wichtig ist eigentlich nur, dass die Platte senkrecht und frei steht oder aufgehängt ist, damit die überschüssige Reinigungsflüssigkeit abfliessen oder abtropfen kann. Unterstützend könnte man einen Teil des Waschwassers auch mit einem saugfähigen Tuch aus weichem und nicht fusselndem Stoff oder Papier abtupfen - bitte nicht zu heftig tockenrubbeln. Manche berichten von guten Erfahrungen mit einem Fön, der das Trocknen beschleunigt. Sicherheitshalber schalten wir den elektrischen Haartrockner aber nicht auf volle Hitze-Leistung, sondern nehmen (sofern vorhanden) die Kaltluftstufe. Wer das reine Lufttrocknen bevorzugt, macht sicher keinen groben Fehler, wenn er/sie die gesäuberten Platten an einem Platz trocknen lässt, wo die Luft gut zirkuliert. Aber Vorsicht: ist dieser Platz im Freien, sollte sichergestellt sein, dass nicht irgendwann die Sonne direkt darauf "brennt" oder eventuell aufkommender Wind die ganze Konstruktion zum Einsturz bringt oder gar davon wirbelt ...

Echten Waschprofis ist das alles natürlich nicht genug - weder die Reinigungswirkung noch die pflegliche Behandlung wird vollends überzeugen - die Anschaffung einer Schallplatten-Waschmaschine wird unerlässlich. Leider sind schon die einfachsten, nicht elektrisch angetriebenen Maschinen ziemlich teuer. Für eine Wanne mit Bürsteneinsatz, einem Trockenständer und etwas Zubehör (inkl. 1 Liter Waschfluid) sollte man mindestens 40 bis 45 Euro einplanen - darunter geht wohl nur was auf dem Second-Hand-Markt. Wem das nicht reicht und wer es voll-professionell und elektrisch-automatisch braucht, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen - ein paar Hunderter muss man investieren, und wenn die Abtropfflüssigkeit auch noch abgesaugt werden soll, kann es auch leicht die Gegend um 2000 - 3000 Euro werden ...

Wer sich für eine manuelle Waschmaschine entscheidet, hat unserer Meinung nach einen vertretbaren Kompromiß gefunden, der einerseits keinen Besuch in der Kreditabteilung unserer Hausbank voraussetzt und andererseits durchaus gute Waschergebnisse zu erwarten sind. Leider gibt es nur ganz wenige Hersteller (Namen nennen wir an dieser Stelle jedoch keine), die Schallplatten-Waschmaschinen im Programm haben. Wir kennen mehrere Modelle und haben diese auch getestet oder arbeiten damit - im Prinzip sind sich alle ziemlich ähnlich, im Detail sind die einen etwas besser durchdacht als die anderen. Wir bevorzugen das Modell mit den Bürsten in der Mitte der Waschwanne, weil es einfach zu besseren Ergebnissen führt als z. B. dem Modell mit den Schaumstoff-Streifen im Schwenkarm. Auch das Zubehör kann bei letztgenannter Waschmaschine nicht völlig überzeugen - der schmale Trockenständer hat an den Kanten nur einfache Schlitze*, in denen die Platte alles andere als sicher steht. Ansonsten gibt es - wie gesagt - nur kleine Unterschiede, und auch im Preis nehmen sich die verschiedenen Modelle nicht viel. Und der ist - gefühlt - zu hoch, denn für ein paar einfache Plastikteile und die Reinigungsflüssig (1 Liter) erscheinen 40 bis 45 Euro ziemlich viel. Aber leider gibt es kaum Alternativen ...

*in den frühen Tagen/Jahren der Langspielplatte waren diese noch recht dick und stabil - im Laufe der Zeit haben die Presswerke jedoch immer mehr Material eingespart, die Schallplatten wurden immer dünner (teilweise regelrecht "labberig"). Es kann also durchaus passieren, dass einige Platten gar nicht in die Schlitze des Trockenständers passen, weil sie zu dick sind, und die dünneren Exemplare zum Kippen neigen, weil dafür die Schlitze einfach zu breit sind. Aber auch der komfortabere Trockenständer des Konkurrenz-Produkts ist nicht ideal - zwar besteht weniger die Gefahr des Umkippens, weil Stützen zwischen den Platten dies ganz gut verhindern, aber man sollte die trockenen Vinyl-Scheiben sehr vorsichtig aus dem Ständer nehmen und nicht an Stützen entlang "schrammen" ...

Wenigstens können wir bei der Reinigungsflüssigkeit etwas Entlastung für den Geldbeutel schaffen - nach langen Recherchen haben wir herausgefunden, aus welchen Bestandteilen das Fluid besteht (was die Hersteller aus verständlichen Gründen natürlich nicht bekanntgeben) und stellen es nun selbst her. Es wurde natürlich getestet und erfüllt seinen Zweck ziemlich gut - und das Beste daran: bei uns geht das auch zum halben Preis !

Die richtige Lagerung: immer wieder werden uns Schallplatten zum Kauf angeboten - das macht uns einerseits das Leben, also die Nachschub-Beschaffung leichter, aber oft treibt uns leider das, was uns da angeboten wird, die Tränen in die Augen. Auch wenn es klug war, die ausrangierten Vinyl-Platten nicht voreilig in der Mülltonne zu entsorgen, nur weil man sie durch eine CD oder neuerdings den MP3-Download ersetzt hat, werden bei der Einlagerung fatale Fehler gemacht, die aus vielen wertvollen Schätzen am Ende doch nur unbrauchbaren Müll machen. Ganz weit oben auf unserer Liste der übelsten Lagerungs-Sünden finden wir den falschen Lagerort - den feuchten Keller ! Werden dort unsere alten Platten gelagert, sollte sie nie unverpackt in einer Kiste auf dem Boden stehen - es dauert nicht lange bis die Platten-Cover (fast immer aus Karton) die Feuchtigkeit aufnehmen und sich regelrecht damit vollsaugen. Schnell bildet sich dann Schimmel, der nicht nur gesundheitsgefährdend werden kann, sondern sich auch direkt auf der Schallplatte ablagert. Es ist so gut wie unmöglich, Schimmelspuren - besonders wenn sie sich über einen längeren Zeitraum in die Rillen "fressen" konnten - rückstandsfrei zu entfernen. Auch die Covers, deren einwandfreier Zustand für den Wert einer Schallplatte genauso wichtig ist wie die LP selbst, werden durch Feuchtigkeit schwer beschädigt und damit fast immer zerstört. Ist eine Hülle "nur" etwas wellig geworden, kann man sie womöglich noch gebrauchen, falls man den Plattenspieler für den Eigenbedarf wieder auspackt und aufbaut - ein hoher Wiederverkaufswert dürfte aber ausgeschlossen sein und es wird sich wohl kaum ein Käufer finden lassen ...

Ob es besser ist, Schallplatten liegend oder stehend zu lagern, mag Ansichtssache sein und wir gehen auch gar nicht weiter darauf ein - wichtig ist also eher das Wo. Einen trockenen und möglichst auch frostfreien Raum zu wählen, ist schon mal ein richtiger Schritt - ein weiterer wäre, die Platten in kleineren Mengen zu verpacken (z. B. in normale Plastiktüten, die man sicherheitshalber noch mit Paketband zuklebt). Hat man nur Kartons zum Verstauen, dann sollten diese nicht direkt auf dem Boden stehen, sondern vielleicht etwas erhöht in einem Regal. Besser wären jedoch Kisten, die idealerweise einen Deckel haben und zusätzlich noch mit Decken ausgelegt sind - aber all das ist nur dann eine sichere Sache, wenn der Lagerraum wirklich trocken ist ...

 

WISSENSWERTES über Schallplatten, CDs & MP3

Warum sind Vinyl-Schallplatten heute wieder so beliebt ? Die Antworten auf diese Frage sind vielfältig und sicher auch nicht immer die reine Wahrheit: wie jedes Medium, das Musik an unsere Ohren transportiert, hat auch die Schallplatte ihre Vor- und Nachteile. Beispielsweise lassen sich auf der ca. 30 x 30 cm großen Hülle tolle Fotos und viele Infos gut lesbar unterbringen - manche Platten-Covers sind richtige Kunstwerke und es ist schon alleine deswegen ein Genuß, so ein Kunstwerk in den Händen zu halten. Verkleinert auf das CD-Booklet-Format von ca. 12,5 x 12,5 cm wirkt das dann meist geradezu lächerlich - ganz abgesehen davon, dass viele Informationen nur mit einer Lupe zu entziffern sind.

Viele sagen der analogen Schallplatte eine Klangqualität nach, die ein digitaler Tonträger niemals erreichen könne. Unseren Erfahrungen nach ist aber das Pauschal-Urteil "eine analoge Vinyl-Schallplatte klingt besser als eine CD" nicht haltbar - viele Vergleiche dieser beiden Medien belegen das. Es gibt sowohl großartig klingende LPs wie auch CDs, und die Sorgfalt bei Aufnahme und Herstellung spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle für das klangliche Endergebnis. Übrigens werden hochwertige CDs (z. B. goldverspiegelte MFSL-Ausgaben von ausgesuchten Produktionen) sehr gesucht und auch entsprechend hoch gehandelt. Und einige davon sind wahrlich eine Offenbarung - mit einem klaren, brillanten Klang ohne jedes Störgeräusch oder Rauschen und unvergleichlicher räumlicher Tiefe.

Leider wird auf einer Schallplatte jeder Kratzer (z. B. verursacht durch eine unachtsam aufgesetzte Plattenspieler-Nadel) für immer hörbar sein und im Laufe der Zeit kommen wahrscheinlich weitere dazu. Das passiert bei einer CD nicht - die digitale Audio-Datei lässt sich (sofern die CD ansich in Ordnung ist) immer ohne Störgeräusche abspielen.

Ob die Lebensdauer einer CD wirklich nach etwa 30 Jahren beendet ist, wie es vor von einigen Fachleuten prognostiziert wurde, ist schwer zu beantworten - zwar gibt es bei manchen CDs der ersten Jahre (ab ca. 1983) inzwischen tatsächlich Störungen und sie lassen sich nicht mehr problemlos oder gar nicht mehr abspielen. Ob das aber wirklich auf die Alterung zurückzuführen ist und als beginnenden Zerfall der Datenschicht der CD betrachtet werden kann, oder ob sich womöglich die Kunststoff-Schicht verändert und den Zugriff des Laser-Lesekopfs behindert, ist schwer zu sagen - möglicherweise könnte da eine Nass-Schleif und Polier-Reparatur helfen, die wir ebenfalls zum kleinen Preis anbieten. Bestätigen oder gar garantieren können wir das bei sogenannten Alterungsschäden nicht - bei einem seltenen Stück sollte es aber den Versuch wert sein ...

Auf eine Speicherkarte für z. B. den MP3-Player, die etwa die Größe einer Briefmarke hat (inzwischen sogar - als Micro-Speicherkarte - in der Größe eines Fingernagels), werden erst gar keine Abbildungen gedruckt - gefälliges Artwork fällt hier also komplett aus. Dafür kann solch eine Speicherkarte (es gibt verschiedene Formate) ganz locker die Musik von hunderten LPs unterbringen und die Speicherkapazität wächst ständig. Man kann sich also seine eigene MP3-Bibliothek anlegen und wochenlang Musik hören, ohne dass sich ein Titel wiederholt. Für's Hören im Auto geradezu ideal, auch wenn die Klangqualität nicht optimal ist - aber auch die CD ist für's Auto bestens geeignet, denn sie liefert in hochwertigem Sound immerhin bis zu 80 Minuten Musik - Schallplatten im Auto sind dagegen gar keine gute Kombination: nicht nur, dass es schwierig ist, das Springen der Abtast-Nadel bzw. des Tonarms während der Fahrt zu vermeiden, es kann für Singles (ein Auto-Abspielgerät für LPs habe ich noch nie gesehen) fatale Folgen haben, wenn sie bei sommerlichen Temperaturen im Fahrzeug liegen. Legenden behaupten zwar, mit irgendwelchen Wundertinkturen würde man eine von Hitze verformte Platte wieder eben und glatt und abspielbar machen können, aber das sind leider nur Märchen ...

Dass sich die Klang-Qualität einer MP3-Datei nicht mit dem Sound einer analogen Schallplatte (auch nicht mit dem einer hochwertigen CD) messen kann, kann und will sicher niemand bestreiten, aber es relativiert sich doch etwas, wenn die Voraussetzungen der Wiedergabe vergleichbar sind - so wird der Unterschied bei einer Autofahrt weniger auffallen, weil sich zur abgespielten Musik Fahr- und Umweltgeräusche mischen und sich gerade der Fahrer mehr auf die Strasse konzentrieren sollte als auf die Musik. Diese sollte man also eher als Unterhaltung im Hintergrund betrachen, die nicht vom Fahren ablenken sollte - zuhause angekommen kann man sich dann wieder voll und ganz seiner Lieblingsplatte oder -CD widmen. Idealerweise geniesst man mit einer guten Hifi-Anlage und einem hochwertigen Kopfhörer und vielleicht sogar einem Gläschen Wein ...

Fassen wir zusammen: alle Formate haben ihre Vor- und Nachteile und demzufolge auch ihre Daseinsberechtigung.

Derzeit steigt die Beliebtheit der analogen Schallplatte wieder enorm an - die CD in ihrer bisherigen Form findet dagegen immer weniger Beachtung und die Musik-Industrie klagt über ständig sinkende Verkaufszahlen. Der Grund für diese Entwicklung ist aber eher im Anstieg von MP3-Downloads zu suchen. Aber auch in der Politik der Industrie: heute soll jede Veröffentlichung sofort den großen Erfolg (und natürlich Gewinn) bringen, dem musikalischen Nachwuchs wird kaum eine Chance gegeben und schon gar keine Zeit sich zu entwickeln und zu reifen. Und kommt es doch einmal dazu, dass junge Talente eine CD veröffentlichen können/dürfen, dann passiert das meistens in einer Form, die wenig originell und unattraktiv ist. Dabei könnte sich etwas mehr Einfallsreichtum und Risikobereitschaft durchaus auszahlen ... 

 



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